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Das Deutsche Fenstermuseum

Ohne Fenster wäre das heutige Leben nicht oder nur schwer vorstellbar. Fenster gehören zu unserem Alltag und wir haben sie ein Großteil unseres Lebens vor Augen. Doch was wissen wir über "Fenster", ausser dass wir Sie zum Lüften öffnen können und gelegentlich putzen müssen?

Über zweitausend Jahre hat sich das Fenster vom primitiven Wetterschutz zum multifunktionalen Hightech-Element weiterentwickelt. Von dem mit Pergament bespannten Holzrahmen bis hin zum schalldämmenden, einbruchhemmenden und passivhausgerechten Energiesparfenster bewies jede Epoche Erfindergeist, Gestaltungswillen und natürlich auch handwerkliches Können. Wie viele andere Erfindungen auch wurde das Fenster vor allem in der jüngsten Vergangenheit stetig und in immer kürzeren Intervallen den erhöhten Ansprüchen seiner Nutzer angepasst. Sein Erscheinungsbild änderte sich ebenfalls: von der schlichten, kleinformatigen Wandöffnung mit Schiebeladen über das barocke Kreuzstockfenster mit kunstvoll gestalteten Beschlägen und faszinierender Bleiverglasung bis hin zum pflegeleichten und recycelbaren Alleskönner. Das tägliche Selbstverständnis, mit dem heute alten Fenstern begegnet wird, lässt selten Neugier aufkommen. Wenn wir ein Automobil von 1930 sehen oder in einem Buch aus dem 18. Jahrhundert blättern können, bewegt uns seine Geschichte und sicherlich auch die Tatsache, dass es überhaupt noch existiert. Wenn wir jedoch vor einem "alten" Fenster stehen, sind wir doch kaum in der Lage, diesem Fenster eine Entstehungszeit zuzuordnen geschweige denn seine wahre Bedeutung zu erkennen. In Deutschland gibt es glücklicherweise noch immer einen Bestand alter Gebäude, in denen Holzfenster vergangener Epochen vorzufinden sind. Darunter auch bedeutende Fenster, die einige hundert Jahre alt sind. Ortsansässige Schreiner und Kunsthistoriker sind nur selten befähigt, eine qualifizierte Bewertung dieser handwerklichen Kostbarkeiten vorzunehmen. Von welcher Stelle kann kompetenter Rat erwartet werden? Wer kann ein historisches Fenster seriös datieren, schätzt seine Bedeutung ein und ermittelt gegebenenfalls seinen Wert? Wo gibt es vergleichbare Funde? Um Antworten auf diese und andere Fragen zu erhalten, haben wir "das-deutsche-fenstermuseum.de" gegründet. Auf über 2000 virtuellen Quadratmetern haben interessierte Besucher die Möglichkeit, sich mit der Entwicklung des Fensters zu beschäftigen. In einer ständigen Ausstellung, untergebracht in verschiedenen (Zeit-) Räumen, informieren ausgesuchte Exponate über die Geschichte, die technischen Besonderheiten und die gestalterischen Eigenarten der jeweiligen Konstruktionen.